Freundeskreis Feldbahn

E-Lok Nr. 2

E-Lok nach 15 Jahren zurück in Nellmersbach



Mit ihr hat alles begonnen: Sie war der erste Schatz, in der Sammlung des Freundeskreis Feldbahn und ziert noch heute sein Logo. Sie, das ist mit 24 Tonnen eine der schwersten zweiachsigen Feldbahnlokomotiven, die je für die Spurweite 600 mm gebaut wurde. 1971 von Siemens auf die Gleise gestellt, fuhr das Schwergewicht zusammen mit einer Schwesterlokomotive im Lauffener Zementwerk ZEAG auf einer 7,5 km langen Strecke am Neckar entlang. Nachdem die ZEAG 1983 ihre Werksbahn einstellte, kaufte der Freundeskreis Feldbahn - damals als solcher noch gar nicht gegründet - zwei Jahre später die E-Lok Nr. 2. Kaufpreis: eine Deutsche Mark. Vor dem Schrotthändler war sie erst einmal sicher.

Zusammen mit der Gemeinde Leutenbach hatte sich auch ein geeigneter Standort gefunden: Parallel zu den Gleisen am Nellmersbacher Bahnhof schuf der Freundeskreis ihr eine neue Strecke. Immerhin 68 Meter lang. Die Oberleitung wurde durch ein Starkstromkabel ersetzt. Im September 1986 nahm Lok Nr. 2 zum ersten Mal den Fahrbetrieb am Nellmersbacher Bahnhof auf.

Als in den 1990er Jahren am Bahnhof der P&R-Platz ausgebaut wurde, musste die Gleisanlage wieder weichen. 1993 war die letzte Fahrt mit eigenem Strom. Die kommenden fünf Jahre verbrachte die E-Lok auf einem Ausstellungsgleisstück im Pflanzstreifen - zwischen Bäumen und Büschen.

Die Feldbahner von der Gelderse Smalspoor Stichting aus der Nähe von Nijmegen (Niederlande) waren die einzigen, die damals Interesse an der E-Lok für ihr Museum zeigten. Und so trat sie im April 1998 ihre Reise gen Norden an. Anfang August ist sie nun ins Schwabenland zurückgekehrt: 15 Jahre später. Auf dem Tieflader erreichte die E-Lok Nr. 2 nach 550 km Nachtfahrt den Feldbahngarten des Freundeskreis in Nellmersbach. Hier ist genug Platz, um die alte Dame wieder fahrtüchtig zu machen.

Vielen herzlichen Dank - an John und Rob von der Gelderse Smalspoor Stichting in Heteren für die Hilfe beim Aufladen,
- an Fa. Paule mit seinen freundlichen und kompetenten Mitarbeitern,
- an den Freundeskreis Feldbahn und die Familie
für ihre Hilfe und Unterstützung!

















Gleisbau für die Rückkehr der E-Lok im Feldbahngarten










ca. 30m neues Gleis für die E-Lok








Am 19. Juni war es soweit: Die rote DIEMA-Diesellokomotive (DS 20) nahm die E-Lok an die Kuppelstange.
Jetzt nur noch die Handbremse öffnen und dann sollte es auf dem 44 Meter neuen Gleis in Richtung Lokschuppen gehen. Doch es tat sich nichts. Das Handbremsrad wurde das letzte Mal 1993, vor 24 Jahren, angezogen. Nun saß es bombenfest. Mit Kriechöl, einem Holzbalken und ganz viel Geduld ließ es sich schließlich wieder lösen.
Die rote Diesellokomotive benötigte zu ihren 20PS und 3300kg Gewicht dann noch Sand, um die 24 Tonnen auf die neue Strecke zu ziehen. Vor dem E-Lokschuppen musste die rote DIEMA über eine mobile Weiche (auch Auflegeweiche genannt) auf ein anderes Gleis umsetzten. Mit Abschleppseilen zog die Diesellok die E-Lok schließlich vom Denkmalsockel in ihr neues und trockenes Zuhause – seit 32 Jahren endlich wieder unter einem schützenden Dach. In den nächsten Monaten wollen die Feldbahner die Lok-Technik wie Fahrmotor, Achslager, Luftpresser, Schützsteuerung durchsehen und überholen. Parallel will der Freundeskreis die END-Oberleitungsmasten aufstellen. Der Fahrdraht, so der Plan, soll bis zum nächsten Jahr montiert werden - mal sehen wie es klappt.






Restauration der E-Lok




















END-Fahrleitungsmasten




Am Donnerstag, den 22. Januar war es soweit, dass wir drei ehemalige END-Fahrleitungsmasten für unsere große E-Lokomotive abbauen durften. Dies wurde durch die Vermittlung der Stuttgarter Straßenbahn mit der Stadt Ostfildern möglich. Die Firma Perzl aus Nellmersbach übernahm den fachgerechten Abbau und den Transport von Scharnhausen in unseren Feldbahngarten.















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